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Unser nächster Film

Beginn ca. 20.00 Uhr (im Anschluss an die Jahres-Hauptversammlung)

Dorotea Koniela u.a., (GB/PL 2017), 95 Min.

Loving Vincent

Das ungewöhnliche an diesem Animationsfilm ist natürlich die Technik, in der er hergestellt worden ist, darüber hinaus ist er eine spannende, ergreifend erzählte Geschichte.

Der Film besteht komplett aus Ölgemälden, wie der Maler Vincent van Gogh sie geschaffen hat. 95 seiner originalen Ölgemälde sind verwendet worden. Um sie zum Leben zu erwecken haben 115 Künstler 62.450 Ölgemälde im Stil von Goghs mit der Hand gemalt. Abgefilmt sind aus den Bildern lebendige Szenen geworden. Zusammen ergeben sie eine Geschichte aus van Goghs letzten Wochen und Tagen. Zeitzeugen treten auf, die feste Bestandteile der Kunstgeschichte geworden sind, der berühmte Dr. Gachet, der Farbhändler Pêre Tanguy, der Gendarm Rigamont und der Briefträger Roulin. Der Film zeigt diese Personen in Posen, die van Gogh festgehalten hat. Sie vertreten eine Welt wie der Maler sie gesehen und gemalt hat. Entstanden ist ein ganz ungewöhnlicher Film, den man kennen sollte und der allen, die mit dem Werk van Goghs ein wenig vertraut sind, viel Freude machen wird.

 

 

Pressestimmen

 Wie eine Welt aus Farbe und Strichen entsteht, zeigt „Loving Vincent“ in jedem Bild. Und das Wunder, von dem man nicht genug bekommen kann, besteht darin, dass man den Trick sieht und sich die Illusion trotzdem einstellt.

faz.net

 

„Wir können nur durch unsere Bilder sprechen“, hat van Gogh einmal gesagt und die Regisseure Dorota Kobiela und Hugh Welchman nehmen dieses Zitat ernst. Es gelingt ihnen, sich in die Welt des Künstlers einzufühlen, sie im wahrsten Sinne des Wortes zugänglich zu machen, zum Leben zu erwecken.

Süddeutsche Zeitung

 

An die ruckeligen Bilder gewöhnt man sich schnell. Ein wunderschöner Film, der spannend ist und ergreifend, und bei dem noch der Abspann interessanter ist als so manche TV-Dokumentation.

Kino-Korrespondent

 

John Sessions spielt Tanguy, Robert Gulaczyk van Gogh und Douglas Booth gibt Armand Roulin Körper und Stimme. Denn „Loving Vincent“ ist, obwohl er aus 65 000 Gemälden besteht, ein Film mit wirklichen Menschen. Nur ging es den Schauspielern am Ende wie unzähligen Bildern in der Geschichte der Malerei: Sie wurden einfach übermalt.

Der Tagesspiegel

 

Die Handlung ist als Krimi aufgezogen: Ein Jahr nach dem Tod van Goghs begibt sich der Sohn des Briefträgers Roulin auf die Spuren des Künstlergenies, weil ihn die genaueren Umstände von dessen Selbstmord interessieren. Ob es da etwa ein Verbrechen gegeben habe, wird in dem Film gefragt. Aufklärung bleibt aus. Und so ist der einzige «kriminelle Akt» des Films dann wohl höchstens dieser: mit der Kunst eines Malers auf solche Weise zu verfahren.

Neue Zürcher Zeitung