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Seminar: TV-Serien

Das Kommunale Kino hat auch einen Bildungsauftrag! Deshalb setzen wir unsere bewährten Seminarreihen zum Filmverständnis und zur Filmgeschichte fort.

Mit seinen Seminaren zum allgemeinen Filmverständnis, zu Hollywoodregisseuren und deutschen Gegenwartsregisseuren, zur hundertjährigen Filmgeschichte und zu neuen Wellen im europäischen Film im vergangenen Jahr hat unser bewährter Referent, Dr. Eckard Pabst, Medienwissenschaftler an der Universität Kiel, grundlegendes Filmwissen vermittelt und begeisterte Zuhörer gewonnen. Im Februar/März folgt nun als weiteres Seminar

Quality-TV-Serien.

Dr. Pabst wird in diesem Seminar Filmserien analysieren und der Geschichte fortgesetzten Erzählens nachgehen.

Wir werden in fünf Sitzungen jeweils eine erfolgreiche Serie besprechen. Zu Beginn werden wir uns den Pilotfilm vollständig ansehen. Dann werden wir in Einzelanalysen von Sequenzen einsteigen und Vergleiche zu anderen Serien ziehen.

Die fünf Sitzungen und die behandelten Serien verteilen sich auf folgende Tage:

  • Mittwoch, 28. Februar 2018: THE OFFICE (OmU) – Das Spiel mit der Doku-Fiction
  • Mittwoch, 7. März 2018: THE WIRE – Der ungeschönte Blick auf die Wirklichkeit
  • Mittwoch, 14. März 2018: BREAKING BAD – Erzählexperimente und Sozialkritik
  • Mittwoch, 21. März 2018: HOUSE OF CARDS – Erzählexperimente und Politik
  • Mittwoch, 28. März 2018: GAME OF THRONES – Eskapismus und Massenerfolg
Der umstrittene Kevin Spacey als umstrittener US-Präsident in „House of Cards“

Die Sitzungen finden wieder im Biologie Hörsaal Raum 25 des Gymnasiums am Mühlenberg statt. Sie beginnen um 18.00 Uhr und enden gegen 21.00 Uhr. Nach den Pilotfilmen wird es eine Pause geben. Wir wollen Ihnen in der Pause zum Selbstkostenpreis einen kleinen Imbiss und Getränke anbieten.

Anmeldungen nimmt ab sofort die Geschäftsstelle der Volkshochschule am Markt 21 in Bad Schwartau montags, dienstags und donnerstags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr und mittwochs von 10.00 Uhr bis 12 Uhr oder online unter www.vhs-bad-schwartau.de entgegen. Der Hörerbeitrag für das aus Vereinsmitteln unterstützte Seminar beträgt für Mitglieder des Kommunalen Kinos sowie für Schüler und Studenten bei Anmeldung in der Geschäftsstelle der VHS 20,00 Euro (sonst 30,00 Euro).

Und hier unser nächster Film im Movie-Star

The Party

Dienstag, 22. Februar 2018, 20.20 Uhr.

 

Kurz und schwarz-weiß, das scheint nicht in die Zeit der überlangen Farbfilme zu passen. Bei Sally Potters Party tut es das aber, denn sie nimmt unsere Zeit und ihr Denken aufs Korn. Die Kritik war begeistert, wir sind es auch und freuen uns auf einen Ausflug in die britische Gegenwart, die sich von der deutschen nicht so sehr unterscheidet, wie die Politik dies manchmal scheinen lässt.

 

Sally Potter, GB 2017, schwarz-weiß, 72 Min.

 

Pressestimmen

„The Party“ ist der kürzeste Kinofilm des Jahres. Er erreicht mit seinen 72 Minuten gerade mal die Spielfilmmindestnorm. „The Party“ ist auch der scharfzüngigste, geistreichste, witzigste Film der Saison. Auf der Berlinale ist er natürlich leer ausgegangen. Beim politischsten der drei A-Festivals haben die Juroren ja immer Angst, beim Lachen erwischt zu werden.

Die Welt / N24

 

Sally Potter stürzt in der Satire „The Party“ ihre sechs Protagonisten vom Gipfel des Feminismus, bitterböse und hochkomisch. Britisches Kino in Bestform!

Zeit-online

 

 

Potter hat sich für eine Komödie entschieden. Trotzdem setzt der ganz in Schwarzweiß gedrehte Film weder auf Scherze noch auf Slapstick. „The Party“ ist ein dichtes, bitterböses Kammerspiel, das seinen Witz einzig aus dem Umgang der Figuren miteinander zieht.

Frankfurter Allgemeine

 

In dem auf einen einzigen Schauplatz konzentrierten Kammerspiel kollidieren kontrollierter beruflicher Ehrgeiz und unkontrollierte explosive Gefühle, banale Äußerlichkeiten, wie die Kritik an einer unmöglichen Frisur, und existenzielle Abgründe. Oszillierend zwischen Nabelschau und Manöverkritik entfacht Potter ein Feuerwerk schillernder Dialoge, die sich die durchweg grandiosen Schauspieler genüsslich auf der Zunge zergehen lassen, allen voran die hinreißend bösartige Patricia Clarkson.                                                     epd-Film