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Unser nächster Film: Offenes Geheimnis

Donnerstag, 29. Oktober

Spanien, Frankreich, Italien, 2018. Regie: Asghar Farhadi

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi wurde in Europa bekannt durch seine Filme „Nader und Simin“ und „The Salesman“, mit denen er unter anderem den Goldenen Bären in Berlin und zweimal den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Farhadi nahm an der zweiten Oscarverleihung 2017 für „The Salesman“ nicht teil, aus Protest gegen Donald Trumps Dekret 13769, das Muslimen aus sieben Ländern zeitweise die Einreise verbot.

Auf einer Spanienreise vor fünfzehn Jahren sah Farhadi an vielen Stellen Anschläge mit dem Bild eines Mädchens. Er erfuhr, dass das Kind von seiner Familie gesucht wurde. Dieser Vorfall war die Grundlage für das Drehbuch seines Filmes „Offenes Geheimnis“. Für die Hauptrollen gewann er Penélope Cruz als Laura und Javier Bardem als Paco.

Laura lebt seit vielen Jahren mit ihrem Mann und zwei Kindern in Argentinien. Zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester reist sie mit den beiden Kindern in ihr spanisches Heimatdorf. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Paco, dem sie vor ihrem Weggang nach Argentinien ihren Anteil am Familienerbe verkaufte. Paco und seine Frau errichten mit großem Einsatz auf dem eigentlich wertlosen Grundstück ein gut laufendes Weingut. Nach Meinung von Laura’s Familie wurde das Erbe zu einem viel zu niedrigen Preis an Paco verkauft. Dies findet zumindest Laura’s Vater, für den einst das halbe Dorf gearbeitet hat und der im jetzigen Besitzer immer noch den Sohn eines Domestiken sieht. Er ist inzwischen wegen seiner Spielsucht fast mittellos. Bereits am Anfang des Films gibt es viel Konfliktpotential, Missgunst und Neid.

Plötzlich verschwindet mitten in der Nacht Laura’s Tochter Irene aus ihrem Schlafzimmer. Erst glaubt man an einen Teenagerstreich. Es gibt aber bald deutliche Anzeichen, dass das Mädchen entführt wurde. Da bereits vor einiger Zeit ein Kind verschwand und dann ermordet aufgefunden wurde, ist allen klar, dass die Lage ernst ist. Schon bald verdächtigt jeder jeden, und die Geschehnisse aus der Vergangenheit entfalten ihr zerstörerisches Gift.

Wie immer in seinen Filmen erzeugt Farhadi Spannung und das Dorf und seine Bewohner können durchaus mit einem typischen Agatha-Christie-Dorf verglichen werden.


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