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Schwarze Katze, weißer Kater


Termin Details

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Emir Kusturica (Deutschland, Frankreich, Jugoslawien 1998), 127 Min.,

Emir Kusturicas Komödie Schwarze Katze, weißer Kater erhielt bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1998 den Silbernen Löwen für die Beste Regie.

Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Regisseur lebte längere Zeit in einer der größten Sinti-Siedlungen in Serbien und schloss dort viele Freundschaften. Für diesen 1998 gedrehten Film suchte sich Kusturica unter 4.000 Sinti die passenden Laiendarsteller aus. Er besetzte nur die Hauptrollen mit Profis. Gemeinsam mit dem bekannten Kameramann Thierry Arbogast („Das fünfte Element“) drehte er einen Film, der als Bauernschwank und Homage an die Sinti-Kultur bezeichnet wird. Emir Kusturika und seine Band „The No Smoking Orchestra“ wurden durch diesen Film auch außerhalb Jugoslawiens bekannt.

Die Geschichte: Matko Desanov verdient beim Schwarzhandel mit den Russen nicht genug Geld und will durch einen raffinierten Plan mit einem Schlag so reich werden wie der örtliche Mafiosi Dadan. Das geht erwartungsgemäß schief. Da Matko nicht in der Lage ist, Dadan den Verlust des eingesetzten Geldes zu ersetzen soll sein Sohn Zare Dada`s unattraktive Schwester Aphrodita heiraten. Doch Zare hat andere Pläne, und auch Aphrodita träumt von einer Liebesheirat. Eine besondere Rolle spielen auch zwei liebenswürdige alte Herren, Zare`s Großvater Zarije und dessen bester Freund Grga Pitic. Und auch ein Schuss Magie darf nicht fehlen…

Dieser Film wirkt wie ein Tanz auf dem Vulkan. Bei den Filmfestspielen in Venedig 1998 ehrte das Publikum den Filmemacher Kusturika mit Standing Ovations und amüsierte sich prächtig. Dieser Film zählt mittlerweile zu den Kultfilmen!

Pressestimmen

Der einstige jugoslawische Kino-Wunderknabe Kusturica, so lange schon Exilant und mit 44 Jahren noch immer jung, ist nach wie vor eine der gewinnendsten, stärksten Begabungen des europäischen Kinos, auch in „Schwarze Katze, weißer Kater“ strotzend von Hoffnung.
Der Spiegel (1999)

Mit „Schwarze Katze, weißer Kater“ entfesselt Kusturica einen hemmungslosen Bildersturm voller aberwitziger Einfälle und grotesker Running Gags. Dabei will die weitgehend sinnfreie Tour de Force nicht mehr und nicht weniger als fröhliche Anarchie verbreiten. Daß die derben Späße dabei auch mal die Grenzen des guten Geschmacks austarieren, ist bei Kusturica durchaus nichts Neues.
Spielfilm.de

 

Zuerst plante der in Bosnien-Herzegowina geborene Regisseur einen Dokumentarfilm über Zigeuner-Hochzeiten zu drehen, dann faszinierte ihn das, was er im Laufe der Recherchen zu sehen bekam, so sehr, dass er daraus einen Spielfilm entwickelte, der vor Lebensfreude, wunderlichen Episoden und schrägen Handlungsverläufen nur so strotzt.
Kino-Zeit