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Unser nächster Film

Milchkrieg in Dalsmynni

Liebe Filmfreunde,

Donnerstag, 4. November

Island 2019, Regie: Grimmur Hakonarson, 92 Min.

Inga und ihr Mann betreiben in der isländischen Provinz eine kleine, hochverschuldete Milchfarm. Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes will Inga ihrer beruflichen Misere ein Ende setzen. Den Schuldigen für die Probleme hat sie längst ausgemacht: die lokale Kooperative, die ihre Monopolstellung gnadenlos ausnutzt und die Bauern mit mafiösen Methoden drangsaliert. Doch Inga gibt nicht klein bei.

Nach seinem internationalen Erfolg STURE BÖCKE, den auch das Kommunale Kino zeigte, hat Regisseur Grímur Hákonarson in seinem neuen Film mit Inga (großartig verkörpert von Arndís Hrönn Egilsdóttir) diesmal eine starke weibliche Hauptfigur erschaffen, die es im Alleingang gegen eine korrupte landwirtschaftliche Kooperative in ihrem Bezirk aufnimmt.

Den Berliner Tagesspiegel freut, „wie bedacht und subtil Grímur Hákonarson die Szenen baut. Von Reynirs Unfall bis zur Genossenschaftsversammlung, auf der Ingas Antrag zur Gründung einer eigenen Kooperative zur Abstimmung steht – immer wieder unterläuft er Erwartungen“. Und das Fachblatt agrar heute lobt: „Prädikat sehenswert, auch für Landwirte!“

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Statt der Sommerfahrt, die Corona zum Opfer fiel, machte das Koki am 22. Oktober eine Herbstfahrt zur Ausstellung „100 Jahre Filmland Schleswig-Holstein“ in Schleswig. Sehr sehenswert, Kuratorin Julia Liedtke widmete unserer 18-köpfigen Gruppe fast zwei Stunden ihrer Zeit und berichtete über die Arbeitsweise des Landesarchivs und über die Entstehung der Ausstellung. Anschließend Umrundung des Schleswiger Doms, der wegen fast abgeschlossener Renovierung noch gesperrt war. Danach leckeres Essen in der Schlei-Möve (3x Fisch + Bratkartoffeln) und eine Führung durch das „St.-Johannis-Kloster vor Schleswig“. Diese Kloster für adelige Damen hat ein ungewöhnliches Geschäftsmodell, denn es ist Eigentum der Ritterschaft, die dadurch seit dem 17. Jahrhundert jeweils zehn Töchter als „Konventualinnen“ standesgemäß und ohne teure Mitgift dem Heiratsmarkt entzieht. Die Damen genossen dabei mehr Freiheiten und eine bessere Ausbildung als andere Frauen ihrer Zeit, Eine Institution, die zu denken gibt!


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